Der dritte bi-annuale Glücksspiel-Survey 2025 liefert Daten zu Sportwetten und Casino-Aktivitäten in Deutschland
Geschrieben von Quinn Friedrich · 25.7.2026

Der dritte bi-annuale Glücksspiel-Survey 2025 liefert Daten zu Sportwetten und Casino-Aktivitäten in Deutschland

Der dritte bi-annuale Glücksspiel-Survey 2025 wurde veröffentlicht und präsentiert umfassende Zahlen zur Beteiligung an Sportwetten sowie Casino-Aktivitäten, während zugleich eine verstärkte Überwachung von Glücksspielumgebungen gefordert wird. Die Erhebung zeigt stabile Werte unter dem Regime des Glücksspielstaatsvertrags, stößt jedoch auf Kritik von Branchenvertretern und Wissenschaftlern hinsichtlich der Empfehlungen und der Nichtberücksichtigung bestimmter Haftungsfragen. Diese Veröffentlichung gewinnt besondere Relevanz vor der fünfjährigen Evaluierung des Interstate Treaty von 2021 durch die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL), die bis Ende 2026 abgeschlossen sein soll.
Hintergründe und Methodik der Erhebung
Experten führten die Studie als dritte Ausgabe in der Reihe durch und sammelten Daten über die Prävalenz des Glücksspiels in der deutschen Bevölkerung, wobei der Fokus auf Teilnahmequoten bei Sportwetten, Online-Casinos und stationären Angeboten lag. Forscher nutzten standardisierte Fragebögen sowie repräsentative Stichproben, um Trends seit der letzten Erhebung zu erfassen, und sie integrierten dabei Aspekte wie demografische Verteilungen sowie regionale Unterschiede. Die Ergebnisse deuten auf konstante Beteiligungsraten hin, die mit den Regelungen des 2021 in Kraft getretenen Staatsvertrags übereinstimmen, während gleichzeitig Anpassungen im Monitoring vorgeschlagen werden.
Stabile Daten unter dem Interstate Treaty Regime
Statistiken aus dem Survey belegen, dass die Teilnahme an Sportwetten und Casino-Aktivitäten im Vergleich zu früheren Jahren weitgehend unverändert blieb, was auf die Wirksamkeit der regulierten Rahmenbedingungen hinweist. Behörden und Analysten verweisen darauf, dass die Kontrollen im legalen Markt zu einer gleichbleibenden Nutzung führten, ohne signifikante Anstiege oder Rückgänge in den erfassten Kategorien. Die Erhebung dokumentiert zudem, wie sich Verhaltensmuster in Online- und Offline-Umgebungen entwickelt haben, und sie hebt hervor, dass die bestehenden Vorgaben des Vertrags eine gewisse Kontinuität gewährleisten.
Forderungen nach verstärkter Überwachung
Die Autoren des Surveys rufen zu einer intensiveren Kontrolle von Glücksspielumgebungen auf, um potenzielle Risiken besser einzudämmen, und sie empfehlen erweiterte Maßnahmen bei der Überwachung von Werbung sowie bei der Prävention problematischer Spielweisen. Diese Vorschläge basieren auf den erhobenen Daten zu Beteiligungshäufigkeiten und schließen Überlegungen zu altersbezogenen sowie plattformübergreifenden Aspekten ein. Beobachter aus regulatorischen Kreisen sehen darin einen Schritt zur Anpassung bestehender Instrumente vor der anstehenden GGL-Evaluierung im Jahr 2026.
Kritik von Branchenvertretern und Akademikern
Vertreter der Glücksspielindustrie sowie unabhängige Forscher äußern Bedenken gegenüber den Empfehlungen des Surveys, da diese bestimmte Haftungsfragen nicht ausreichend adressieren und die Methodik teilweise als unvollständig wahrgenommen wird. Kritiker verweisen darauf, dass die Studie wichtige Variablen wie grenzüberschreitende Angebote oder langfristige Auswirkungen der Regulierung ausklammert, was zu verzerrten Interpretationen führen könnte. Die Diskussionen um diese Punkte finden parallel zu Vorbereitungen auf die fünfjährige Überprüfung des Staatsvertrags statt, die bis Juli 2026 relevante Entscheidungsgrundlagen liefern soll.

Bedeutung für die GGL-Evaluierung bis 2026
Der Survey erhält zusätzliches Gewicht durch seine zeitliche Nähe zur Bewertung des Interstate Treaty durch die GGL, die bis Ende 2026 abgeschlossen werden muss und bei der Daten aus dieser Erhebung eine zentrale Rolle spielen könnten. Analysten integrieren die Ergebnisse in breitere Analysen zu Teilnahmequoten und Marktentwicklungen, während sie zugleich auf die Notwendigkeit weiterer Studien hinweisen. Die Veröffentlichung liefert somit eine faktenbasierte Grundlage für bevorstehende regulatorische Anpassungen, ohne jedoch alle offenen Fragen abschließend zu klären.
Schlussfolgerung
Zusammengefasst liefert der Glücksspiel-Survey 2025 detaillierte Einblicke in die aktuelle Situation des legalen Glücksspiels in Deutschland und unterstreicht sowohl die Stabilität unter dem Staatsvertrag als auch den Bedarf an erweiterten Kontrollmechanismen. Die aufkommende Kritik sowie die Verknüpfung mit der GGL-Evaluierung zeigen, wie solche Erhebungen in zukünftige Entscheidungsprozesse einfließen, wobei die verlinkten Daten des Glücksspiel-Survey 2025 weitere Details bereitstellen.